Dienstag, 16.10.2018 (42.KW)
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Mittelalterlicher Jahrmarkt

Sachsenburg. Früher war der Jahrmarkt das gesellschaftliche Großereignis – zumindest für die einfachen Leute. Genau dazu hatte der Verein „Mittelalterliche Bergstadt Bleiberg“ eingeladen. Die Besucher durften sich auf Reise in eine längst vergangene Epoche begeben. Viele taten das in historischer Kleidung. Es gab zahlreiche Belustigungen für kleine und große Marktbesucher. Handwerker, die noch die traditionellen Techniken beherrschen, ließen sich gerne bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Markus Fritsch beherrscht das Fingerweben. Mit dieser alten Technik stellte man früher Schnüre her. Zusammen mit seiner Partnerin hat sich der Fingerweber auf die Herstellung mittelalterlicher Kleidung spezialisiert.
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Eine ebenfalls sehr alte Textiltechnik ist das Nadelbinden. Sachen, die in keinem mittelalterlichen Haushalt fehlen durften, hatte „Heimdalls Sippe“ aus Chemnitz im Angebot.

Bei „Heimdalls Sippe“ wurde auch gekocht. Sogar fast nach Rezept. So wie beschrieben sah die Speise dann auch aus. Aber auch die Gastgeber vom Verein „Mittelalterliche Bergstadt Bleiberg“ sorgten dafür, dass kein Jahrmarktbesucher hungrig blieb.

Ein Renner, das berühmte Knobi-Brot – mit extra viel Knoblauch. Leckerer Flammkuchen wurde im Lehmbackofen zubereitete. Nicht nur der Bäcker zeigte sein Handwerk. Die Besucher hatten auch die Möglichkeit einem mittelalterlichen Schmied bei der Arbeit zuzuschauen. Das Museumsdorf bildet einen Straßenzug der mittelalterlichen Bergstadt Bleiberg nach. Diese befand sich nur wenige hundert Meter entfernt von der heutigen Anlage. Bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts wurde dort Blei und Silber abgebaut. Ca. 1.500 Menschen haben schätzungsweise hier gelebt.

Der Nachbau der Bergbausiedlung wird heute vom Verein mit Leben erfĂĽllt. Geschichtsinteressierte Mittelalterfans sind dort immer herzlich willkommen. Viele Vereinsmitglieder haben die Patenschaft fĂĽr ein Haus ĂĽbernommen und wohnen dort zeitweise wie im Mittelalter.

Bald dĂĽrfen das auch Nichtvereinsmitglieder ausprobieren. Und noch etwas Neues gibt es. Und natĂĽrlich auch feiern.