Montag, 22.01.2018 (04.KW)
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Weihnachts- und Heimatberge

Gelenau. Weihnachts- und Heimatberge haben im Erzgebirge Tradition. Vereinigen diese doch erzgebirgische Schnitzkunst mit sĂ€chsischem Ingenieurswissen. So sind viele dieser Berge mit einer ausgeklĂŒgelten Mechanik ausgestattet, welche die geschnitzten Figuren zum Leben erweckt. 15 solcher Landschaftsnachbildungen sind derzeit im Depot Pohl-Ströher, in Gelenau, zu sehen. GrĂ¶ĂŸtes AusstellungsstĂŒck ist dieses 6,40 m breite Exemplar.
Nicht immer sind die Berge mit einer aufwĂ€ndigen Mechanik ausgestattet. Beim Oberwiesenthaler Krippenberg wurde mehr auf gestalterische Elemente geachtet. Ebenfalls ohne Mechanik kommt der so genannte Brendelberg aus. Manche der Berge erzĂ€hlen auch ein StĂŒck Familiengeschichte. WĂ€hrend dieser Berg biblische Darstellungen mit Motiven aus dem Alltagsleben verbindet, gibt es auch Berge die keinen Bezug zum Christentum aufweisen. Das war zum Teil der politischen Situation geschuldet.

Einem anderen Thema widmet sich dieser aufwĂ€ndig gestaltete Berg. Heimatberge zeigen oft Erzgebirgslandschaften und das dörfliche Leben. Zu dieser Kategorie zĂ€hlen auch die Winterberge. Auch der so genannte Melzerberg hat den Winter zum Thema. Ebenfalls um einen Winterberg handelt es sich beim jĂŒngsten Exemplar der Ausstellung. Axel Kurth, aus Ehrenfriedersdorf, hat diesen Berg in den Jahren von 2006 bis 2012 gebaut. Die Weihnachtsausstellung im Depot Pohl-Ströher in Gelenau hat aber noch viel mehr zu bieten als Weihnachts- und Heimatberge. Weitere interessante Zeugen erzgebirgischer Volkskunst warten hier auf die Besucher. Eine Vielzahl an Weihnachtspyramiden zeugen vom handwerklichen Geschick und der KreativitĂ€t ihrer Erbauer.

Seit Jahrhunderten ist das Erzgebirge bekannt fĂŒr seine Holzschnitzarbeiten. Nicht nur die berĂŒhmten BergmĂ€nner zeugen von der Schöpferkraft der Schnitzer. Auch heute noch entstehen im Erzgebirge beeindruckende Schnitzereien. Das Erzgebirge war aber auch bekannt fĂŒr seine Spielzeugmacher. Im Depot Pohl-Ströher in Gelenau wird der Inhalt dieser Vitrine besonders in Ehren gehalten.

Die Vielfalt erzgebirgischer Volkskunst kann noch bis zum 28. Januar im Depot Pohl-Ströher in Gelenau besichtigt werde. Geöffnet ist immer Freitag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr. Heilig Abend, Silvester und Neujahr ist geschlossen. Eine besondere Überraschung wartet am zweiten Weihnachtsfeiertag auf die Besucher. Um 14 Uhr und um 16.30 Uhr gibt es Puppentheater mit den „fundus-MARIONETTEN-dresden“.